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Liefern statt servieren in der Corona-Krise

Wie Gastronomen ihr Restaurant bei Lieferando anmelden können

Das Coronavirus zwingt Restaurants, die Türen zu schließen und keine Gäste mehr zu empfangen. Doch die Küche und das Personal stehen weiter zur Verfügung. Warum also nicht als „Ghost Kitchen“  weitermachen und per Lieferando ausliefern. So müssen Restaurants trotz Schließung nicht ganz auf Umsätze verzichten.

von gastroticker.de

Inhalt

Doch wie funktioniert eigentlich die Anmeldung bei Lieferando und welche Möglichkeiten bestehen für Restaurantbetreiber? Hier sind die wichtigsten Fakten rund um den Umstieg auf den Außer-Haus-Service.

Wie melden sich Restaurants bei Lieferando an?

Unter dem Lieferando-Anmeldelink können sich Restaurants und Gastronomen beim Lieferservice anmelden und ihre Basisdaten übermitteln. Anders als bei anderen Plattformen ist das Einrichten eines eigenen Kontos nicht möglich. Lieferando sammelt alle erforderlichen Angaben direkt auf seiner Webseite ein, nimmt Kontakt zum Restaurant auf und erstellt dann ein Konto. Unter „Mein Konto“ können angemeldete Restaurants später Bestellungen, Rechnungen oder Zugangsdaten einsehen.

Wie lange dauert es von der Anmeldung bis zur Freigabe?

Der Registrierungsprozess dauert in der Regel bis zu fünf Tage. In diesem Zeitraum meldet sich ein Mitarbeiter von Lieferando beim Restaurant und fordert weitere Daten an. Er bespricht mit dem Gastronomen weitere Optionen und Programme, die gebucht werden können. In den Allgemeinen Geschäftsbedingungen bietet Lieferando zudem Informationen zu Restaurant-Bewertungen, Stornierungsmöglichkeiten von Bestellungen, usw.

Benötigt man einen eigenen Lieferdienst?

Es ist möglich, jedoch nicht zwingend erforderlich, einen eigenen Lieferdienst zu organisieren. In Ballungsgebieten besteht die Möglichkeit, zusätzliche Services wie Kurierdienste von Lieferando gegen einen Aufpreis in Anspruch zu nehmen. Der Versand der Ware hängt dabei von dem bei Lieferando gewählten Paket ab. Restaurantbetreiber sollten jedoch beachten, dass sie das Liefergebiet nicht zu groß wählen. Da es sich um frisches Essen handelt, sollte die Auslieferung innerhalb von 45 bis 60 Minuten garantiert werden können. 

Was kostet Lieferando für Gastronomen und Restaurantbetreiber?

Restaurants, die einen eigenen Lieferdienst nutzen, zahlen eine Kostenabgabe von 13 Prozent an Lieferando. Wird der Kurierdienst von Lieferando eingesetzt, steigt die Provision an den Lieferdienst auf rund 30 Prozent. Daher sollten Gastronomen genau kalkulieren, welche Preise sie aufrufen, um profitabel zu bleiben. Möglicherweise lohnt es sich auch, über einen eigenen Kurierdienst oder einen Abholservice nachzudenken. Dennoch: Plattformen wie Lieferando helfen Gastronomen, in Zeiten des Shut-Downs weiterhin Einnahmen zu erzielen. Auch wenn die Anmeldung ein paar Tage dauert und nicht unerhebliche Provisionen anfallen, sind Bringdienste eine gute Alternative während der Corona-Krise. 

FAQ

Gastro-Experten beantworten Ihre Fragen

Kommentare

Antwort Gastroticker 26. März 2020 18:08

Aufgrund der erheblichen wirtschaftlichen Einschränkungen werden spezielle steuerliche Hilfsangebote der Finanzämter angeboten. Vorauszahlungen zur Einkommenssteuer können ganz ausgesetzt oder wenigstens herabgesetzt werden. Auf Kontopfändungen und weitere Vollstreckungsmaßnahmen werden aufgrund der vom Corona-Virus betroffenen Unternehmen bis Ende des Jahres 2020 verzichtet. Bitte informieren Sie sich frühzeitig bei Ihrem betreffenden Finanzamt.

Antwort Gastroticker 26. März 2020 13:36

In Zeiten der Krise können Lieferservice-Plattformen die Reichweite potenzieller Kunden und komfortable Bestellvorgänge garantieren. Die Aufrechterhaltung des Betriebes und die Zufuhr liquider Mittel ist aus dem Lieferserviceangebot möglich. Grundsätzlich sind die Kosten von teilweise bis zu 30% und die einhergehenden Ertragssituationen vorab genaustens zu überprüfen.

Antwort Gastroticker 26. März 2020 13:36

Die Aufrechterhaltung des Betriebes in Zeiten von Corona kann mit Hilfe von Lieferservice-Angeboten gewährleistet werden. Zu beachten ist die angebotene Produktpalette. Eine breite Produktpalette verhilft unterschiedliche Zielgruppen anzusprechen und eine breitere Abdeckung des Marktes zu erreichen. Gleichzeitig wird der Aufwand im Hinblick auf den Einkauf von Waren gerade in Krisenzeiten höher und kostspieliger. Ein spezielles und reduziertes Produktangebot reduziert die Ansprache des möglichen Kundenstamms, verhilft aber die Ertragssituation im Fokus zu behalten. Eine vorherige Untersuchung der am meisten gekauften Gerichte ist deshalb ratsam.

Antwort Gastroticker 26. März 2020 13:35

Für den Versand und die Lieferung von Speisen nach Hause sind einige Dinge zu beachten. In Deutschland ist für den Versand in erster Linie ein Gewerbeschein nötig. Das Gewerbeamt oder die regionalen Industrie- und Handelskammern sind für die Ausstellung zuständig. Eine Konzession ist folglich nicht zwingend erforderlich.

Wichtig ist aber die Einhaltung des Lebensmittel- und Hygienerechts sowie Überwachung der Lebensmittel, des Eigenkontrollsystems und die Personalschulung Personalschulung (§4 LMHV-Schulung)

Antwort Gastroticker 26. März 2020 13:34

Grundsätzlich gilt, dass die Ausgangsbeschränkung den Gastronomiebetriebe in jeder Art und Weise verbietet. Ausgenommen sind dabei Abgaben und Lieferungen von mitnahmefähigen Speisen. Eigene und fremde Lieferservices ermöglichen das Kochen und Zubereiten von Speisen ohne direkten Kundenkontakt.

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